Darwin Woche 2

Die am häufigste gestellte Frage ist: Und, wie geht es dir? Darauf möchte ich euch heute antworten und euch in meine Gefühlswelt einen Einblick geben. Körperlich bin ich wieder auf dem normalen Stand angekommen und kann wieder alles Essen. (Ein kurzer Moment der Freude ist hier nun angebracht)

Also zu meinem Inneren. So viele unterschiedlichen Gefühle, wie ich hier an einem Tag habe, konnte nicht mal Vergil in seinem Epos beschreiben. Meistens sind meine Gefühle tageszeitabhängig.

MORGENS:

  • Sorge: Wie soll das hier nur weiter gehen
  • Verzweiflung: schon wieder keine Nachricht vom Arbeitgeber 1
  • Lustlosigkeit: kein Bock auf wieder einen sinnlosen Tag
  • Druck: langsam muss etwas passieren, ich will nicht hier im Hostel versauern oder selbst ein versoffener, bekiffter Backpacker werden
  • Trostlosigkeit und Selbstmitleid: ich hab ja aber auch immer ein Pech

MITTAGS

  • Leichtigkeit: wenn ich mal wieder am Strand liege und ein Buch lese, fühlt es sich an wie im Urlaub
  • Freiheit: essen, schlafen, tun was auch immer man tun will (so lange es nichts kostet)
  • Freude: Arbeitgeber 2 hat sich gemeldet, oder man gewinnt beim Kartenspielen

ABENDS:

  • Entspannung: der Tag war ja gar nicht sooo schlecht, irgendwie. Man hat immerhin was getan (entweder gearbeitet oder gelesen. Selbst Wäsche waschen und duschen zählt dazu)
  • Glück: beim kostenlosen BBQ oder sonst kostenlosen Essen/Trinken
  • Verwirrung: Wenn sich mal wieder der heißeste Backpacker mit dir unterhält (für alle Mädels hier: Oberkörperfrei) und du ihm eigentlich schon mehr als deutlich klar gebracht hast, dass du nicht für einen one-night-stand zu haben bist. Manche Engländer sind halt schwer von Begriff. (Und an alle besorgten Eltern: sie gucken nur, beißen aber nicht = ein klein wenig Abstand haben sie hier dann doch noch)

Ich hab mich jetzt nochmal auf die Suche nach neuen Arbeitgebern gemacht und bleibe noch mindestens 1 Woche hier in Darwin. Ich hab auch mittlerweile einen Job als Spülhilfe in einem Kaffee und kann dort immer so ca 4 Stunden pro Tag arbeiten. Das reicht für’s Überleben, aber nicht für’s Reisen. (Wird von nun an als Arbeitgeber 2 = AG2 bezeichnet)

Der erste Arbeitgeber (AG 1) hat sich als super unzuverlässig und sehr verplant herausgestellt. Seit Montag habe ich nun bei AG 1 5 Stunden gearbeitet und bei AG 2 7 Stunden. Aber bei AG 2 kommen jetzt jeden Tag 3-4 Stunden dazu.

Drückt mir weiter die Daumen, auch das das ganze Gedöns mit Steuer- und Rentensystem funktioniert.

Ein bekanntes Lied beschreibt mein Leben gerade eigentlich ganz gut. Wer als erstes in die Kommentare schreibt, von was für einem Film das Lied stammt, gewinnt was schönes. Also strengt euch an:

„Ich war unerfahren und sorglos,
doch im Leben zählt das nicht. Ich kann nicht zurück in meine Kindheit wo ich stets gut behütet war. Tief in mir, da spüre ich bin stärker, doch frei bin ich nicht“

Zum Schluss noch ein Paar mehr oder weniger gelungene Bilder von ein paar Vögeln und den schönsten Sonnenuntergängen, die hier praktischerweise um 18:45 sind.

(Und einem überhaupt nicht überfüllten Strand 😂)

Ich schicke euch allen ganz viel Wärme und wünsche eine schöne Woche

Eure Julia

Kommentare

Natalie Wesle sagt:

Die schöne und das Biest 😉

Julia Faller sagt:

Yeay, du hast gewonnen

Verena sagt:

Die schöne und das Biest, Tage im Licht. Das ist unfair ich konnte vorhin keinen Kommentar schreiben

Natalie Wesle sagt:

Verena ich auch nicht aber sobald es wieder ging 😂

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