Wie schnell die Zeit doch vergeht, jetzt bin ich schon 3 Wochen in Australien und es fühlt sich rückblickenden an wie 5 Tage. Also in dieser Woche ist mal wieder einiges passiert.
Ich hab AG 1 entgültig abgeschoben, woraufhin er sein wahres Gesicht gezeigt hat. Hier ein Screenshot:

Naja, immerhin weiß ich jetzt sicher, dass das ganze nette Getue nur gespielt ist. Mit AG 2 läuft es umso besser. Ich arbeite jeden Tag von 8:30 bis mindestens 12:00. Hängt ganz davon ab, wie viel los ist. Heute waren es sogar 5 Stunden, die ich gearbeitet habe. Unter der Woche ist meistens sehr wenig los, da langweilt man sich schnell, am Wochenende dafür komm ich kaum hinterher. Und Muskeln gab ich auch schon bekommen. Trotzdem reicht es nicht, um meinen ursprünglichen Plan (3 Monate arbeiten und 3 Monate reisen) durchzuführen und ich bin gerade dabei einen Neuen zu schmieden.
Ich durfte auch schon eine ganz besondere australische Delikatesse probieren. Sie heißt Vegemite und Australier schmieren sich das immer auf’s „Brot“. Also bin ich da guter Dinge ran gegangen und hab einen Finger probiert. Es ist widerlich. Absolut ungenießbar. Unbeschreiblich ekelhaft. Probiert es ein mal in eurem Leben und überzeugt euch selber von seiner Abscheulichkeit. Ich hab noch nach anderen Jobs Ausschau gehalten und leider von allen eine Absage bekommen (nur, damit ihr informiert seid).
Zu meiner nicht zu kurzen Freizeit. Am Mittag mach ich eigentlich immer erstmal ne kurze Pause und geh dann so um 15 Uhr los. Entweder an Strand, Waterfront oder einer anderen Sehenswürdigkeit Darwins, die eigentlich nicht wirklich sehenswert sind. So war ich im botanischen Garten, ganz nett, nicht gerade gut gepflegt aber eine witzige Sache gab’s. Da die Beschilderung eher so Italien war, bin ich erstmal umhergeirrt. Irgendwann kam dann ein großer Plan vom Park mit allem drum und dran. Als Warnhinweis war zu lesen, dass man doch bitte nichts anfassen solle, aufgrund einer Asbestverseuchung. Ich sterb hier also nicht an nem Krokodil oder einer Spinne, sondern an einer Aspestvergiftung. Toll, oder? Abends gibt’s dann eigentlich immer nen super Sonnenuntergang.
Ich hab hier 2 echt nette Menschen kennen gelernt, die sich jetzt sehr geehrt fühlen dürfen. Beide haben schon eine lange Reise hinter sich und einiges zu erzählen. Beide haben mir sehr hilfreiche Tipps und Tricks genannt und ich spreche hier schon mal ein großes Dankeschön aus, auch wenn ich hoffe, dass wir uns nicht so schnell aus den Augen verlieren (zumindest so lange, wie wir in Darwin verweilen). Euch werd ich nie vergessen.
Für alle christlichen Menschen nun was zum neidisch werden. Ich hatte die Ehre, eine Bischofsmesse zu besuchen. Hat auch nur fast 2 Stunden gedauert. Es sind immer recht viele Leute in der Kirche hier aus allen Ländern der Welt. Die sitzen auch immer schön Bänkeweise beieinander, Integration ist halt nicht so ganz das Ding der Australier.
Da die Bedingungen im Hostel eher so cooper pedy (= unterirdisch) sind, bin ich heute umgezogen. Das neue Hostel ist zwar weiter weg von allem, aber dafür mit mehr Platz und sauber. Und ein entscheidender Vorteil ist, dass es keine Bar neben an und weniger betrunkene Junkies gibt. Also besteht Hoffnung auf Schlaf. Es ist schon etwas gruselig zu sehen, dass alles, was ich gerade an materiellen Dingen besitze, in 2 Rucksäcke passt. Und das für die nächsten Monate.
Hiermit entlass ich euch in die nächste Woche und kann euch hoffentlich im nächsten Beitrag etwas mehr über meine Pläne verraten.
35°C warme Grüße
Eure Julia
Noch ein Foto von meinem Umzug:

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