Roadtrip Southcoast Woche 1

Jetzt geht mit meiner Australienreise mit meinen Travelbuddys weiter und vor mir stehen 6 Wochen reisen und über 5 000 km im Auto. Voller Freude und Tatendrang packen wir das Auto und fahren bei 25 °C los, noch in dem glauben, dass das schon noch wärmer wird. Im Verlauf des Tages gab es 2 Ernüchterungen.

  1. Das Wetter will nicht ganz so, wie ich es gerne will. Wirklich Temperaturen über 25 Grad sind nämlich nicht drin und wenn, dann nur bis um 18:00. Denn dann beginnt das Bibbern und ohne Pulli und lange Jogginghose erleidet man schnell Erfrierungen.
  2. Die Südküste ist wunderschön und das wissen die Australier auch. Denn wenn was schön ist, dann zahlen die Menschen auch Geld, z.b. nur um auf einen blöden Steck gehen zu können. Oder in einem Wald laufen zu dürfen (bei eingesetztem Nieselregen). Oder einen Leuchtturm von außen anschauen zu dürfen.

Die 20$ für den Wald haben wir uns jedoch gegönnt und sind dann auf 40 Meter Höhe durch die Wipfel gelaufen. Echt ne coole Aussicht und beeindruckende Bäume. Einige haben einen Durchmessen von 15 Meter und werden 70 Meter hoch. Generell ist die Gegend sehr bewaldet, was ein bisschen Heimatgefühl erzeugt. Quasi Schwarzwald mit komischen Bäumen, den auch die Weiden sind sattgrün und die Kühe erfreuen sich mit einem Bad in den vielen Teichen.Auch waren wir in einer sehr schönen Höhle, die definitiv mit den europäischen mithalten kann. Leider war die Führung etwas kurz und nicht ganz so informativ (oder ich hab’s halt nicht verstanden). Witzig war nur wieder die australische Übervorsicht, den man musste ganze 500 Stufen laufen und man solle doch bloß aufpassen, dass man nicht hinfällt oder Platzangst hat. Erst später haben wir herausgefunden, dass es 250 Treppenstufen runter und 250 wieder hoch waren. Also alles nicht ganz so schlimm.Endlich mal ein kostenloser Stand, an dem es mal was echt cooles gibt. Also ich meine wirklich, dass es cool war. Im Sinne von zu kalt um zu schwimmen. Und man hat riesige Rochen direkt am Strand, die in dich hineinschwimmen, wenn man etwas still steht. Da brauch ich jetzt auch keine Mantarochen mehr sehen, so groß waren die Tiere.400 Km fahren, nur um einen Stein anzugucken, in Deutschland unvorstellbar. Hier in Australien lehnt man sich zurück und plant schonmal das nächste Essen oder was man so in seinen Blogbeitrag alles schreiben könnte. Nach 5 Stunden fahrt und einer hervorragenden Playlist mit allen deutschen Pophits kommt man dann auch schon am Wave Rock an. Und Tada: es ist ein Stein (ihr müsst euch jetzt bitte den tosenden Applaus in eurem kopf vorstellen). Ich bin echt gespannt, wann ich meine geologischen Adern entdecke und für einen Stein 600 Km fahre und mich danach nicht frage, warum ich schon wieder so dumm war und für einen Stein, ich wiederhole es ein letztes mal, für einen STEIN eine so weite Strecke gefahren bin. In Australien ist ja aber bekanntlich alles möglich.Einigen von euch sind vielleicht schon mal die orangenen Dinger auf unserem Dach aufgefallen. Wir haben sie nun endlich verwendet, wer ein Video haben will, einfach anschreiben. Und als lifehack: Fahrt nicht mit einem vollbeladenen Auto einem Stand runter, wenn ihr nicht vorher gecheckt habt, ob ihr da auch ganz leicht wieder hoch kommt.Euch einen schönen TagEure Julia