Wenn man ein Jahr nach Australien reist, ist es unabwendbar, dass man auch seinen Geburtstag hier feiert. Jakob hatte also die Woche Geburtstag und wurde junge 26 Jahre alt. Gefeiert haben wir auf einen Campingplatz in Esperance. Nachdem wir ordentlich reingefeiert haben war der nächste Tag dann auch recht entspannt. Ein bisschen in die Sonne liegen und endlich mal wieder 4G genießen (sehr gutes Internet). Da wir ja schließlich nicht nur zum chillen hier sind und Esperance für seine super Surfstrände bekannt ist, haben wir uns gleich mal am nächsten Tag ein Surfbrett und ein Bodyboard ausgeliehen. Leider hat uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht und die Wellen waren entweder viel zu groß (und Anfänger wie wir komplett unfähig auch nur annähernd irgendwas zu reiten) oder kaum existent. Aber dafür hatten wir ja das Bodyboard. Da bleibt man nämlich gemütlich auf seinem Bäuchlein liegen und hat nicht den Zwang unter den misstrauischen Blicken der Einheimischen sich irgendwie auf das Surfbrett zu hiefen. Ein Gutes hatte das Wetter aber: endlich konnte ich das Surf T-Shirt anziehen, dass ich extra gekauft hatte.

Da wir jetzt ja noch nicht genug schöne Strände hatten, geht’s an in den nächsten Nationalpark. Das besondere jedoch an den Stränden hier ist, dass ein paar Kängurus eine Marktlücke entdeckt hatten und diese gleich füllten. Kängurus in Outback kennt jeder, Känguru auf dem Grill ist auch recht bekannt (und lecker), aber Kängurus an einem sehr schönen Strand? Darauf müssen die Menschen doch voll abfahren. Tun sie auch und gefühlt jeder Australier weiß davon. Denn die haben gerade Ferien und wollen dann doch auch ein bisschen ihr Land erleben. Also ein total überfüllter Strand und mal wieder eher so semi gutes Wetter. Aber die Bilder sind trotzdem gut geworden.


Da wir ja generell jetzt ziemlich viel im Auto sitzen haben sich die Australier einen ganz besonderen Scherz erlaubt. 1 000 Km ohne wirklich erwähnenswerte Geschehnisse. Und dazu würde ich einen Baum zählen. Aber nein, ein großes nicht’s und die längste gerade Strecke Australiens (ich vermute auch der Welt). Nicht mal eine Kurve sorgt hier für etwas Abwechslung. Zeit für ein paar Runden Karten, Gegenverkehr kommt schliesslich auch nicht.
(Leider gibt es gerade Probleme mit Bildern, aber sobald ich das Problem lösen kann, bekommt ihr alle Schnappschüsse)
Wir haben übrigens jetzt 9,5 Stunden Zeitunterschied, wird bis Sydney sogar noch n bissel mehr, also „no worries“ wenn ihr nie antwortet, wenn ich gerade wach bin (oder Empfang hab). Wir finden schon zusammen und ich antworte so bald wie möglich.
Euch ne schöne Januarwoche und erfreut euch eures grauen Himmels, manchmal hab ich den auch.
Eure Julia