Kategorie: Allgemein

Darwin Woche 4

Dieses Bild ist das Bild des Monats. Liebe Leser: er schläft und schnarcht

Nun gut. Woche 4 klingt echt lang, und das ist es irgendwie auch. Aber immerhin geht es sozial gesehen echt Berg auf. Dafür sind Hostels einfach perfekt. Also wer gerade neue Leute kennen lernen will, der kann einfach schnell nach Australien gehen und trifft dann eine bunte Mischung an Menschen, für jeden Charaktertyp ist was dabei. Vorteilhaft ist auch, dass die meisten hier mindestens 25 sind und somit schon echt was in ihrem Leben erlebt haben. Da bekommt man schnell mal Beziehungstipps von einem 29 Jährigen (übrigens gerade single), die ich gerne mit euch teilen will:

Sei niemals traurig, dass es vorbei ist! Sei glücklich, dass es passiert ist!

Ziemlich interessante Gedanken, was ihr damit anfangt, ist euch überlassen. Der Übergang zwischen flirten und freundlich sein ist übrigens hier sehr fließend. Also bloß nicht denken, jeder flirtet mit euch. Und ein gemeinsamer Sonnenuntergang hat hier nur einen sehr geringen romantischen Faktor (ist ja alltäglich hier).

Links = Schwede

Mitte = 29 Jähriger, mit Weisheit (jap, ihr dürft schmunzeln, bitte nicht zu ernst nehmen)

Rechts = Ich, komplett übermüdet

Jetzt zu meiner Woche:

Abends sitzt man meistens zusammen, redet viel, lernt neue Kartenspiel kennen. Und das natürlich auf Englisch. Es sind zwar viele Deutsche hier, doch auch ein Schwede, einige Italiener und Amerikaner und ein paar Franzosen.

Am Montag war ich im Kino mit ein paar vom alten Hostel. Crazy rich asian ist ein echt guter Film, hat aber jetzt keinen Marvel Film geschlagen. Trotzdem echt sehenswert. Backpacker kommen für 14 $ ins Kino, normal wären 20 $.

Ich hab jetzt ein Fahrrad, dass ich mir ausleihen kann. Damit brauch ich nur noch 10 Minuten zur Arbeit, auch wenn Fahrrad fahren hier in Australien eher so semi sicher ist. Ich hab jetzt auch endlich mein erstes Geld hier in Australien verdient und auf den Konto.

Ich hatte am Dienstag und Mittwoch frei, vertauschte allerdings Dienstag mit Donnerstag und bin am Dienstag also früh aufgestanden und zur Arbeit gefahren. Sowas kann auch nur mir passieren. Die 2 Tage frei, fühlten sich an wie Urlaub. Sonne, Strand, Pool, coole Leute. Mehr braucht man eigentlich nicht.

Ich wünsch euch nen guten Start ins Wochenende

Eure Julia

Darwin Woche 3

Wie schnell die Zeit doch vergeht, jetzt bin ich schon 3 Wochen in Australien und es fühlt sich rückblickenden an wie 5 Tage. Also in dieser Woche ist mal wieder einiges passiert.

Ich hab AG 1 entgültig abgeschoben, woraufhin er sein wahres Gesicht gezeigt hat. Hier ein Screenshot:

Naja, immerhin weiß ich jetzt sicher, dass das ganze nette Getue nur gespielt ist. Mit AG 2 läuft es umso besser. Ich arbeite jeden Tag von 8:30 bis mindestens 12:00. Hängt ganz davon ab, wie viel los ist. Heute waren es sogar 5 Stunden, die ich gearbeitet habe. Unter der Woche ist meistens sehr wenig los, da langweilt man sich schnell, am Wochenende dafür komm ich kaum hinterher. Und Muskeln gab ich auch schon bekommen. Trotzdem reicht es nicht, um meinen ursprünglichen Plan (3 Monate arbeiten und 3 Monate reisen) durchzuführen und ich bin gerade dabei einen Neuen zu schmieden.

Ich durfte auch schon eine ganz besondere australische Delikatesse probieren. Sie heißt Vegemite und Australier schmieren sich das immer auf’s „Brot“. Also bin ich da guter Dinge ran gegangen und hab einen Finger probiert. Es ist widerlich. Absolut ungenießbar. Unbeschreiblich ekelhaft. Probiert es ein mal in eurem Leben und überzeugt euch selber von seiner Abscheulichkeit. Ich hab noch nach anderen Jobs Ausschau gehalten und leider von allen eine Absage bekommen (nur, damit ihr informiert seid).

Zu meiner nicht zu kurzen Freizeit. Am Mittag mach ich eigentlich immer erstmal ne kurze Pause und geh dann so um 15 Uhr los. Entweder an Strand, Waterfront oder einer anderen Sehenswürdigkeit Darwins, die eigentlich nicht wirklich sehenswert sind. So war ich im botanischen Garten, ganz nett, nicht gerade gut gepflegt aber eine witzige Sache gab’s. Da die Beschilderung eher so Italien war, bin ich erstmal umhergeirrt. Irgendwann kam dann ein großer Plan vom Park mit allem drum und dran. Als Warnhinweis war zu lesen, dass man doch bitte nichts anfassen solle, aufgrund einer Asbestverseuchung. Ich sterb hier also nicht an nem Krokodil oder einer Spinne, sondern an einer Aspestvergiftung. Toll, oder? Abends gibt’s dann eigentlich immer nen super Sonnenuntergang.

Ich hab hier 2 echt nette Menschen kennen gelernt, die sich jetzt sehr geehrt fühlen dürfen. Beide haben schon eine lange Reise hinter sich und einiges zu erzählen. Beide haben mir sehr hilfreiche Tipps und Tricks genannt und ich spreche hier schon mal ein großes Dankeschön aus, auch wenn ich hoffe, dass wir uns nicht so schnell aus den Augen verlieren (zumindest so lange, wie wir in Darwin verweilen). Euch werd ich nie vergessen.

Für alle christlichen Menschen nun was zum neidisch werden. Ich hatte die Ehre, eine Bischofsmesse zu besuchen. Hat auch nur fast 2 Stunden gedauert. Es sind immer recht viele Leute in der Kirche hier aus allen Ländern der Welt. Die sitzen auch immer schön Bänkeweise beieinander, Integration ist halt nicht so ganz das Ding der Australier.

Da die Bedingungen im Hostel eher so cooper pedy (= unterirdisch) sind, bin ich heute umgezogen. Das neue Hostel ist zwar weiter weg von allem, aber dafür mit mehr Platz und sauber. Und ein entscheidender Vorteil ist, dass es keine Bar neben an und weniger betrunkene Junkies gibt. Also besteht Hoffnung auf Schlaf. Es ist schon etwas gruselig zu sehen, dass alles, was ich gerade an materiellen Dingen besitze, in 2 Rucksäcke passt. Und das für die nächsten Monate.

Hiermit entlass ich euch in die nächste Woche und kann euch hoffentlich im nächsten Beitrag etwas mehr über meine Pläne verraten.

35°C warme Grüße

Eure Julia

Noch ein Foto von meinem Umzug:

Darwin Woche 2

Die am häufigste gestellte Frage ist: Und, wie geht es dir? Darauf möchte ich euch heute antworten und euch in meine Gefühlswelt einen Einblick geben. Körperlich bin ich wieder auf dem normalen Stand angekommen und kann wieder alles Essen. (Ein kurzer Moment der Freude ist hier nun angebracht)

Also zu meinem Inneren. So viele unterschiedlichen Gefühle, wie ich hier an einem Tag habe, konnte nicht mal Vergil in seinem Epos beschreiben. Meistens sind meine Gefühle tageszeitabhängig.

MORGENS:

  • Sorge: Wie soll das hier nur weiter gehen
  • Verzweiflung: schon wieder keine Nachricht vom Arbeitgeber 1
  • Lustlosigkeit: kein Bock auf wieder einen sinnlosen Tag
  • Druck: langsam muss etwas passieren, ich will nicht hier im Hostel versauern oder selbst ein versoffener, bekiffter Backpacker werden
  • Trostlosigkeit und Selbstmitleid: ich hab ja aber auch immer ein Pech

MITTAGS

  • Leichtigkeit: wenn ich mal wieder am Strand liege und ein Buch lese, fühlt es sich an wie im Urlaub
  • Freiheit: essen, schlafen, tun was auch immer man tun will (so lange es nichts kostet)
  • Freude: Arbeitgeber 2 hat sich gemeldet, oder man gewinnt beim Kartenspielen

ABENDS:

  • Entspannung: der Tag war ja gar nicht sooo schlecht, irgendwie. Man hat immerhin was getan (entweder gearbeitet oder gelesen. Selbst Wäsche waschen und duschen zählt dazu)
  • Glück: beim kostenlosen BBQ oder sonst kostenlosen Essen/Trinken
  • Verwirrung: Wenn sich mal wieder der heißeste Backpacker mit dir unterhält (für alle Mädels hier: Oberkörperfrei) und du ihm eigentlich schon mehr als deutlich klar gebracht hast, dass du nicht für einen one-night-stand zu haben bist. Manche Engländer sind halt schwer von Begriff. (Und an alle besorgten Eltern: sie gucken nur, beißen aber nicht = ein klein wenig Abstand haben sie hier dann doch noch)

Ich hab mich jetzt nochmal auf die Suche nach neuen Arbeitgebern gemacht und bleibe noch mindestens 1 Woche hier in Darwin. Ich hab auch mittlerweile einen Job als Spülhilfe in einem Kaffee und kann dort immer so ca 4 Stunden pro Tag arbeiten. Das reicht für’s Überleben, aber nicht für’s Reisen. (Wird von nun an als Arbeitgeber 2 = AG2 bezeichnet)

Der erste Arbeitgeber (AG 1) hat sich als super unzuverlässig und sehr verplant herausgestellt. Seit Montag habe ich nun bei AG 1 5 Stunden gearbeitet und bei AG 2 7 Stunden. Aber bei AG 2 kommen jetzt jeden Tag 3-4 Stunden dazu.

Drückt mir weiter die Daumen, auch das das ganze Gedöns mit Steuer- und Rentensystem funktioniert.

Ein bekanntes Lied beschreibt mein Leben gerade eigentlich ganz gut. Wer als erstes in die Kommentare schreibt, von was für einem Film das Lied stammt, gewinnt was schönes. Also strengt euch an:

„Ich war unerfahren und sorglos,
doch im Leben zählt das nicht. Ich kann nicht zurück in meine Kindheit wo ich stets gut behütet war. Tief in mir, da spüre ich bin stärker, doch frei bin ich nicht“

Zum Schluss noch ein Paar mehr oder weniger gelungene Bilder von ein paar Vögeln und den schönsten Sonnenuntergängen, die hier praktischerweise um 18:45 sind.

(Und einem überhaupt nicht überfüllten Strand 😂)

Ich schicke euch allen ganz viel Wärme und wünsche eine schöne Woche

Eure Julia

Australien – Darwin

Erstmal ein paar Info’s zu Darwin. Darwin ist die Hauptstadt vom northern territory. Es gibt hier Trocken und Regenzeiten. Die Regenzeit beginnt ca. Ende September. Darwin ist eine sehr kleine Stadt, aber hat ein großes Einzugsgebiet. Die Busverbindung zu den Dörfern ist recht gut, aber teuer. Darwin hat nicht viel zu bieten, außer einer schönen Natur und einer komplett anderen Tierwelt. Das trifft wohl aber auf ganz Australien zu. In Sachen Kultur hat Australien zwar die Kultur der Aborigines, jedoch nur in den Nationalparks. Leider sind die Aborigines nicht nur in den Parks, sondern auch in den Städten.

Das ist dann leider der erste Schock, denn gut integriert sind sie nicht. Die meisten lungern auf der Straße herum, schreien und pöbeln dich an. Ausnahmen bestätigen die Regel, die meisten sind friedlich, aber körperlich Gewalt sei z.b. in Alice Springs keine Seltenheit. Es fehlt an Akzeptanz auf beiden Seiten und jeglicher Zukunft für junge Aboriginies. Hier hat Australien definitiv noch was nachzuholen.

Ein weiterer Schock sind die Hostels. Teurer als in Asien, dreckiger als in Asien und voll mit Backpackern, die sich anscheinend die Aboriginies als Vorbild genommen haben. Trotz hoher Preise wird jeden Abend getrunken bis in den morgen, es wird ununterbrochen geraucht und gekifft. Da ist ganz plötzlich meine Illusion zerplatzt, in der ich glaubte, hier so leben zu können wie in Deutschland. Mit normalen Menschen, die vor 13 Uhr aufstehen. Mit normalen Menschen, mit denen ich gute Freundschaften schließen kann. Aber leider ist das zumindest hier in diesem Hostel ohne einen Alkoholpegel nicht möglich. Ich kann natürlich noch nicht für ganz Australien und alle Backpacker sprechen. Die meisten, die ich getroffen habe, sind hier um zu saufen und rum zu hängen, es gibt keinen normalen Alltag, kein geregeltes Leben und für die meisten kein Grund hier zu bleiben. Doch sie machen es trotzdem. Ich kann das nicht verstehen. Mein Plan hier schnell einen Job zu finden, ging auch nicht auf. Es ist viel schwerer als gedacht, etwas zu finden. Es gibt keine Unterstützung vom Hostel und die anderen Backpacker sind froh, wenn sie selber etwas finden. Nett sind sie aber trotzdem, meine Zimmergenossin hat mir sehr viel geholfen in den ersten Tagen hier. Auch während es mir körperlich und geistig sehr schlecht ging. Ich hab kaum was essen können und nach den ersten Misserfolge bei der Job suche auch an meiner ganzen Reise gezweifelt. Hier zu sein, hab ich lange geplant, mich ewig darauf gefreut und riesige Erwartungen gehabt. Bis jetzt ist es eine Enttäuschung. Ich vermisse sehr viel, was ich nicht gedacht hatte. Familie, Freunde, gutes Essen, Sicherheit, Beschäftigung.

Aber es hat auch Gutes. Ich bin näher bei meiner Familie als je zu vor, und wenn ich wieder in Deutschland bin, werde ich alles viel mehr Wertschätzen.

Auch vermisse ich deutsche Angewohnheiten, die den Australien völlig fremd sind. Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit sind nur wenige davon. Aber eins muss man den Australien lassen: jeder fragt dich, wie es dir geht und ist immer total glücklich und freundlich. (Wirklich interessieren tut es sie jedoch nicht)

Momentan schlage ich mich mit einem Arbeitgeber rum, und hab auch schon 50 $ verdient. Und sobald ich mal nicht nur dumm rum saß sondern aktiv was getan hab, ging es körperlich und geistig auch wieder Berg auf. Leider habe ich das Gefühl vor Langeweile zu verdummen. Ich werde was dagegen unternehmen müssen, wenn ich den Medizinertest bestehen will.

Um alle auf dem aktuellen Stand zu halten, ich will schon im Januar zurück fliegen, wenn es hier nicht besser wird. Zeit sinnlos zu vergeuden und Geld aus den Fenster schmeißen, das kann ich auch zu Hause bzw. will ich eigentlich nicht machen. Ich werde also so lange wie möglich in Darwin bleiben und Geld verdienen und dann die Westküste runter reisen.

Ich hoffe, euch einen kleinen Einblick in meine ersten Tage hier geben zu können und appelliere an alle: reist und erlebt die Welt!! Aber erarbeitet euch das Geld zu Hause.

PS: es kann sehr gut sein, dass ich meine Meinung und Erfahrungen noch ändere während meiner Zeit hier, also bitte verfolgt meine Reise weiter und macht euch erst einen abschließenden Eindruck, wenn ich wieder in Deutschland bin!

Grüße an Alle

Eure Julia

Singapur

„Noch nie in Singapur gewesen, was?“ Das fragt Captain Jack Sparrow den jungen Will Turner. Ich kann jetzt mit „Doch klar“ antworten. Doch das Singapur, dass Jack kennt, existiert in dieser Form leider nicht. Singapur ist einer der saubersten und sichersten Städte der Welt, Regelverstöße werden hart bestraft, auch an Touristen.

Essen oder Trinken im Zug oder an öffentlichen Plätzen = 500 $

Drogenschuggel, Verkauf, Konsum oder Besitz = Tod

In der hochmodernen Stadt ist man sich jederzeit bewusst, dass man ein potentielles Anschlagsziel darstellt, also wird auf allen Monitoren der MRT ( U-Bahn) gezeigt, was im Ernstfall zu tun ist. Für mich als Dorfkind ist das irgendwie sehr verunsichernd. Generell habe ich in den 4 Nächten in Singapur erst richtig bemerkt, was für ein Dorfkind ich doch bin. Endlose Gassen, riesige Einkaufszentren und ständige Reizüberflutung duch Lärm, Licht und Geruch machen das zurechtfinden nicht gerade leicht.

Auch sind der ständige Wechsel von 35 °C zu 18 °C nicht gerade sehr hilfreich, gesund zu bleiben. Doch irgendwie stehen die Asiaten auf abwechselnde bibbern und schwitzen. Gesundheit wird hier in Singapur trotzdem sehr groß geschrieben, überall steht, man solle doch die Treppe nehmen anstatt die Rolltreppe oder auch mal 500 Meter laufen, anstatt auf den Bus zu warten – macht keiner.

Zum Glück war mein Hostel mitten in der Stadt und ich hatte es zu den meisten Attraktionen nicht weit. (konnte trotzdem mein Schrittziel jeden Tag erreichen)

In little india und chinatown werden Moderne und Tradition perfekt verbunden. In mitten von Hochhäuser stehen Tempel aus dem 18. Jahrhundert, alte Bräuche werden weiter gepflegt und gleichzeitig ist man offen für alle anderen Menschen, egal welcher Religion sie angehören. Da sollten wir Deutschen uns vielleicht eine Scheibe abschneiden.

Auch wenn die Zeitumstellung ziemlich an mir genagt hat, und schon am ersten Tag mein Plan komplett auf den Kopf gestellt wurde, habe ich alles wichtige mir ansehen können. Vieles wäre leider die Reise allein nach Singapur nicht Wert. Dazu zählen: chinatown, little india, bugis, Singapore river und Garden by the Bay. Nicht’s davon kann man nicht auch in Deutschland bei erträglichen Temperaturen erleben. Aber trotzdem muss man aus 2 Gründen einmal in Singapur gewesen sein.

1. Die Night Safari im Singapore Zoo: Tiere bei Nacht in ihrer fast natürlichen Umgebung beobachten zu können ist ein absolut fantastisches Erlebnis. Auch wenn man bei einem stolzen Preis von 47$ und einer 1 1/2 h Anfahrt von der Innenstadt schon ordentlich schlucken muss. Zudem ist zu beachten, dass die letzte MRT um 11:30 fährt. Also bitte unbedingt so früh wie möglich ein Ticket ergattern.

2. Sentosa: Von meinem Hostel aus keine 3 Stationen und exakt 11 Minuten Fahrzeit ein perfekter weißer Strand, Palmen und Whirlpool warmes Wasser. Einfach unfassbar und unglaublich schön. Und den fettesten Sonnenbrand aller Zeiten gibt es gratis dazu. Auch der Strand selbst kostet nichts, was man von den anderen Attraktionen auf der künstlichen Insel nicht sagen kann.

Aber als armer Backpacker heißt es sowieso überall: Augen zu und durch.

Den Singapur ist nun mal eine Stadt, und Städte sind sehr teuer, was mir auch erst jetzt bewusst wurde. Und leider ist es in Singapur üblich, essen zu gehen, was dann ein Defizit an billigen Supermärkten verursacht. Oder ich habe sie nur nicht gefunden. Trotz, dass Singapur so international wirkt, ist das Essensanbot sehr asiatisch geprägt. Das bedeutet: kein stink normales Brot, kein Zwieback oder Salzstangen und vor allem kein artgerecht gehaltenes Tier. Was mich dann spontan zum Vegetarier mutieren ließ. Auch lebt der Backpacker abstinent, d.h. kein Alkohol zu erschwinglichen und auch nur ansatzweise bezahlbaren Preisen. Und trotzdem trifft man doch schnell nach Sonnenuntergang betrunkene Asiaten. Naja, die brauchen ja auch nicht viel.

Jetzt gibt es noch ein paar Bilder, für alle, die nicht über die sozialen Netzwerke meinen Stop Over Trip verfolgt haben.

Von der Night Safari gib’s natürlich keine, da mit Blitz zu fotographieren logischer Weise verboten ist. (Ist leider nicht allen Asiaten klar)

Noch ein letzter allgemeiner Tip von mir: regt euch nur 5 Minuten über andere Leute auf und ignoriert sie dann einfach, das macht das Leben in anderen Ländern bedeutend einfacher. Einfach daran denken, dass ihr ja bald wieder zuhause seid und ihr dort zumindest eine geringe Chance habt, etwas in dem Denken der Menschen zu verändern. Also akzeptiert die 4 Plastiktüten für 4 Flaschen trinken und kauft ohne kritisch zu gucken die 3 fach eingepackten Bananen. So modern und umweltbewusst wie Singapur vielleicht von außen wirkt, ist es in den Köpfen der Menschen leider noch lange nicht.

Ich hoffe, ihr konntet jetzt einen kleinen Einblick in mein Leben erhalten und lest auch noch den nächsten Artikel, der vermutlich in ein paar Wochen verfasst wird. Dieser wird über Darwin sein und meine Anfänge als Backpacker.

Liebe Grüße vom Singapore Airport

Eure Julia