Roadtrip Southcoast Woche 3

Bald haben wir Adelaide erreicht, davor gibt’s aber mal wieder sehr viel Strand und Klippen zu erkunden. Ganz ehrlich, langsam wird es etwas langweilig und deshalb wollte ich mal was ganz australisches kaufen. Eine Bier Speck Marmelade aus regionalen Produkten – klingt hervorragend interessant und war… ausverkauft. Ich solle in einer Woche wiederkommen, Witzbold. Also musst ich mich weiter mit Strand und Klippen zu frieden geben. Also einige Nationalparks und eine 2 stündige Suche nach einem Bürstenschwanz-Rattenkänguru. Erfolglos.

Vor lauter Frust hab ich mir ein Bodyboard gekauft, da wir zu mehreren Surferstränden fuhren. Es war nur leider Wind und Wellen still. Die Australier fandens cool, ich irgendwie nicht.

Aber endlich waren wir dann in Adelaide, einer kleinen „Großstadt“. Das Shoppingherz ist im Kreis gesprungen vor Freunde und wir sind ab zum Central Market. Hat montags zu. Im National Museum gab’s jedoch einiges cooles über die australische Tierwelt zu lesen und sehen, auch über die Dinosaurier. Nochmal in meinem Leben werd ich wohl nicht Dinosaurierknochen mit Opalen sehen. Als wir dann zum Bus gehen wollten, hat sich mal wieder gezeigt, dass ich ein Dorfkind bin. Google hat genau berechnet und wir sind losgelaufen. Und haben die Straße überquert. In meinem vollen Vertrauen auf Google ignorier ich die Bemerkung des Stadtkindes, dass der Bus doch auf der anderen Seite fährt. Und wer hät’s gedacht, der Bus fuhr ab, auf der anderen Straßenseite, ohne uns. Und der nächste kam in ner Stunde. Da kann ich ja auch grad in Langenargen bleiben, wenn es selbst in ner Großstadt keine besseren öffentlichen Verkehrsmittel gibt.

Euch ne weitere schöne Woche

Eure Julia

Roadtrip Southcoast Woche 2

Wenn man ein Jahr nach Australien reist, ist es unabwendbar, dass man auch seinen Geburtstag hier feiert. Jakob hatte also die Woche Geburtstag und wurde junge 26 Jahre alt. Gefeiert haben wir auf einen Campingplatz in Esperance. Nachdem wir ordentlich reingefeiert haben war der nächste Tag dann auch recht entspannt. Ein bisschen in die Sonne liegen und endlich mal wieder 4G genießen (sehr gutes Internet). Da wir ja schließlich nicht nur zum chillen hier sind und Esperance für seine super Surfstrände bekannt ist, haben wir uns gleich mal am nächsten Tag ein Surfbrett und ein Bodyboard ausgeliehen. Leider hat uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht und die Wellen waren entweder viel zu groß (und Anfänger wie wir komplett unfähig auch nur annähernd irgendwas zu reiten) oder kaum existent. Aber dafür hatten wir ja das Bodyboard. Da bleibt man nämlich gemütlich auf seinem Bäuchlein liegen und hat nicht den Zwang unter den misstrauischen Blicken der Einheimischen sich irgendwie auf das Surfbrett zu hiefen. Ein Gutes hatte das Wetter aber: endlich konnte ich das Surf T-Shirt anziehen, dass ich extra gekauft hatte.

Da wir jetzt ja noch nicht genug schöne Strände hatten, geht’s an in den nächsten Nationalpark. Das besondere jedoch an den Stränden hier ist, dass ein paar Kängurus eine Marktlücke entdeckt hatten und diese gleich füllten. Kängurus in Outback kennt jeder, Känguru auf dem Grill ist auch recht bekannt (und lecker), aber Kängurus an einem sehr schönen Strand? Darauf müssen die Menschen doch voll abfahren. Tun sie auch und gefühlt jeder Australier weiß davon. Denn die haben gerade Ferien und wollen dann doch auch ein bisschen ihr Land erleben. Also ein total überfüllter Strand und mal wieder eher so semi gutes Wetter. Aber die Bilder sind trotzdem gut geworden.

Da wir ja generell jetzt ziemlich viel im Auto sitzen haben sich die Australier einen ganz besonderen Scherz erlaubt. 1 000 Km ohne wirklich erwähnenswerte Geschehnisse. Und dazu würde ich einen Baum zählen. Aber nein, ein großes nicht’s und die längste gerade Strecke Australiens (ich vermute auch der Welt). Nicht mal eine Kurve sorgt hier für etwas Abwechslung. Zeit für ein paar Runden Karten, Gegenverkehr kommt schliesslich auch nicht.

(Leider gibt es gerade Probleme mit Bildern, aber sobald ich das Problem lösen kann, bekommt ihr alle Schnappschüsse)

Wir haben übrigens jetzt 9,5 Stunden Zeitunterschied, wird bis Sydney sogar noch n bissel mehr, also „no worries“ wenn ihr nie antwortet, wenn ich gerade wach bin (oder Empfang hab). Wir finden schon zusammen und ich antworte so bald wie möglich.

Euch ne schöne Januarwoche und erfreut euch eures grauen Himmels, manchmal hab ich den auch.

Eure Julia

Roadtrip Southcoast Woche 1

Jetzt geht mit meiner Australienreise mit meinen Travelbuddys weiter und vor mir stehen 6 Wochen reisen und über 5 000 km im Auto. Voller Freude und Tatendrang packen wir das Auto und fahren bei 25 °C los, noch in dem glauben, dass das schon noch wärmer wird. Im Verlauf des Tages gab es 2 Ernüchterungen.

  1. Das Wetter will nicht ganz so, wie ich es gerne will. Wirklich Temperaturen über 25 Grad sind nämlich nicht drin und wenn, dann nur bis um 18:00. Denn dann beginnt das Bibbern und ohne Pulli und lange Jogginghose erleidet man schnell Erfrierungen.
  2. Die Südküste ist wunderschön und das wissen die Australier auch. Denn wenn was schön ist, dann zahlen die Menschen auch Geld, z.b. nur um auf einen blöden Steck gehen zu können. Oder in einem Wald laufen zu dürfen (bei eingesetztem Nieselregen). Oder einen Leuchtturm von außen anschauen zu dürfen.

Die 20$ für den Wald haben wir uns jedoch gegönnt und sind dann auf 40 Meter Höhe durch die Wipfel gelaufen. Echt ne coole Aussicht und beeindruckende Bäume. Einige haben einen Durchmessen von 15 Meter und werden 70 Meter hoch. Generell ist die Gegend sehr bewaldet, was ein bisschen Heimatgefühl erzeugt. Quasi Schwarzwald mit komischen Bäumen, den auch die Weiden sind sattgrün und die Kühe erfreuen sich mit einem Bad in den vielen Teichen.Auch waren wir in einer sehr schönen Höhle, die definitiv mit den europäischen mithalten kann. Leider war die Führung etwas kurz und nicht ganz so informativ (oder ich hab’s halt nicht verstanden). Witzig war nur wieder die australische Übervorsicht, den man musste ganze 500 Stufen laufen und man solle doch bloß aufpassen, dass man nicht hinfällt oder Platzangst hat. Erst später haben wir herausgefunden, dass es 250 Treppenstufen runter und 250 wieder hoch waren. Also alles nicht ganz so schlimm.Endlich mal ein kostenloser Stand, an dem es mal was echt cooles gibt. Also ich meine wirklich, dass es cool war. Im Sinne von zu kalt um zu schwimmen. Und man hat riesige Rochen direkt am Strand, die in dich hineinschwimmen, wenn man etwas still steht. Da brauch ich jetzt auch keine Mantarochen mehr sehen, so groß waren die Tiere.400 Km fahren, nur um einen Stein anzugucken, in Deutschland unvorstellbar. Hier in Australien lehnt man sich zurück und plant schonmal das nächste Essen oder was man so in seinen Blogbeitrag alles schreiben könnte. Nach 5 Stunden fahrt und einer hervorragenden Playlist mit allen deutschen Pophits kommt man dann auch schon am Wave Rock an. Und Tada: es ist ein Stein (ihr müsst euch jetzt bitte den tosenden Applaus in eurem kopf vorstellen). Ich bin echt gespannt, wann ich meine geologischen Adern entdecke und für einen Stein 600 Km fahre und mich danach nicht frage, warum ich schon wieder so dumm war und für einen Stein, ich wiederhole es ein letztes mal, für einen STEIN eine so weite Strecke gefahren bin. In Australien ist ja aber bekanntlich alles möglich.Einigen von euch sind vielleicht schon mal die orangenen Dinger auf unserem Dach aufgefallen. Wir haben sie nun endlich verwendet, wer ein Video haben will, einfach anschreiben. Und als lifehack: Fahrt nicht mit einem vollbeladenen Auto einem Stand runter, wenn ihr nicht vorher gecheckt habt, ob ihr da auch ganz leicht wieder hoch kommt.Euch einen schönen TagEure Julia

Alice Springs – Adelaide

Nach fast 6 Monaten hab ich nun meine Eltern wiedergetroffen und bin mit ihnen mit einer geführten Tour von Alice nach Adelaide gefahren. Unsere Gruppe bestand aus 16 Backpacker, die aus der Schweiz, aus den Niederlanden und aus Deutschland kommen. Die Reiseleiterin war natürlich einheimisch. Wir sind also in aller Herrgottsfrühe aufgestanden und wurden abgeholt. Das Ziel war der Uluru. Was wir nicht wussten: wir werden jeden Tag vor Sonnenaufgang aufstehen und wir werden sehr viel fahren.

ULURU

Nach 4 Stunden Fahrt kommen wir an dem Stein an. Und siehe da, es ist ein Stein. Ok, ein cooler Stein mitten in der flachen Wüste. Aber trotzdem ein Stein. Hoch durfte man nicht, es war zu warm und generell ist es nicht so ganz sooo gern gesehen. Der Hügel ist ja schließlich für die Aboriginie heilig. Also sind wir einmal drum rum gedappt, ist von allen Seiten gleich interessant.

Auch wenn er bei Tag jetzt eher so ne 5 ist, ist er bei Sonnenuntergang echt cool. Aber seht und staunt selbst:

KATA TJUTA

Wenn man geglaubt hat, der Uluru sei die einzige Erhebung in der Wüste (so wie ich), liegt falsch. Es gibt praktisch ein ganzes „Gebirge“ davon, durch das man Stiefeln kann. Haben wir gemacht und es war ganz nett. (Ich hoffe, ihr versteht, was ich damit meine)

KINGS CANYON

Das berühmt Kings Canyon macht dem Grant Canyon in den USA definitiv Konkurrenz, aber viel interessanter waren die Einheimischen Tipps und Tricks, wie man am besten jagt und sich eine Zigarette mit regionalem Tabak rollt. Auch wurden hier schon so einige „berühmte“ Filme gedreht, ich kannte keinen.

COOPER PEDY

Nach einer sehr langen Busfahrt sind wir endlich in dem Dorf angekommen, dass für seine Opale und seine besonderen Häuser bekannt ist. Diese sind nämlich größtenteils unter der Erde. Draußen ist es irgendwie zu warm (in der Wüste….) und dann kamen die intelligenten Menschen auf die Idee, ihr Häuser in die Erde zu bauen. Sie nutzen einfach die ausgegrabenen Höhlen der Opalgräber. Oder sie waren einfach zu faul, aus ihrem Loch jeden Abend hochzulaufen, ich würde das verstehen. Wir waren im einem interessanten Museum und haben selber unter der Erde geschlafen. Wie überall sieht man auch hier sie Macht des Geldes.

Außerdem dürften wir in einem Känguru Aufpeppelungscenter welche streicheln und füttern. Wir durften auch in ein Ditscheridu pusten und nen boomerang werfen. Ich kann nur sagen, unsere Wege haben sich getrennt😂.

Am nächsten Tag sind wir dann selber auf die Suche nach Opalen gegangen, ich leider erfolglos.

Alles in allem, ist Cooper Pedy alle Mühen wert und definitiv mein Highlight auf der Reise.

ALLIGATOR GEORGE

Nahe bei Adelaide gibt es einen Nationalpark, der recht grün ist und durch den wir natürlich auch gewandert sind. Danach ging es zur Weinprobe, south australia ist berühmt für seinen guten Wein. Ein bisschen angeschwipst war die Tour dann auch schon vorbei.

Der Tourguide war super, hat echt viel gewusst und erzählt und auch wenn wir ihr beim kochen und spülen helfen mussten und die meiste Zeit draußen auf dem Campingplatz in nem Swag geschlafen haben, hat sie das Beste drauß gemacht. Wenn ihr euch jetzt fragt, wieso wir dafür 6 Tage gebraucht haben, kann ich euch sagen, dass wir über 1 500 Km hinter uns gebracht haben. Das klingt nicht nur viel, das ist viel.

Ich werde jetzt zurück nach Perth fliegen und von da mit meinen Travelbuddys weiter mit dem an der Südküste entlang.

Euch weiterhin viel Spaß mit eurem Schneechaos,

Eure Julia

Perth Silvester

Euch allen erstmal n frohes neues Jahr und ich hoffe ihr seid alle gut ins neue Jahr reingeschlittert, bei dem ganzen Schnee, den ihr habt. Genießt es, den in Perth ist es eher so semi warm und definitiv zu kalt für den Strand. Der ist übrigens recht weit weg und nicht ganz sooo krass (hab ich gehört). Also hab ich mir den Weg gespart und war lieber shoppen. Mädels, eine Großstadt ist einfach zu verführerisch und da rutscht automatisch zwischen den notwendigen Sachen, weshalb man eigentlich in den Laden reingekommen ist, auch immer ein bisschen was Anderes rein. Insgesamt hab ich es geschafft, in einer Woche über 500 $ für alles ausgegeben (also mit Unterkunft). Dafür bin ich jetzt ne Musikbox und einige Klamotten reicher. Ich muss euch auch noch von meinem kleinen Herzinfarkt erzählen, als mein Handy partout nicht laden wollte. Ich hab mich schon n neues Handy kaufen sehen aber nach einer gründlichen Reinigung mit der Zahnbürste und ein bisschen gut zureden hat es dann am nächsten Tag wieder geladen, als wäre nix gewesen.

Nun aber zu Silvester:

Wir (Sigi, Jakob, Adriana, Freundin von Sigi und Ich) hatten zusammen ne Airbnb gebucht und die hatte nen Pool. Also erstmal in den Pool gesprungen und dann mit Pizza backen begonnen. Wir wollten nämlich rechtzeitig los um noch einen guten Platz für’s Feuerwerk zu ergattern. Nach viel zu viel Pizza ging’s dann auch direkt los. *hust vorglühen *hust. Nach etwas warten und ein wenig frieren war dann auch endlich 12 Uhr und alle waren glücklich. Und gespannt auf das Großstadtfeuerwerk. Es ging los. Und war schön, kein Zweifel! Aber leider nur 10 Minuten lang. Und dann sind alle Australier nach Hause schlafen. Wir waren um 4 Uhr zuhause, es war mal wieder echt n Erlebnis.

Pinguin Island:

Die kleinste Pinguine der Welt, dass verpasst ich natürlich nicht. Ne Stunde Fahrt mit dem Auto und 27 $ für’s Schiff und schon ist man auf einer touristisch voll erschlossenen Insel mit sehr vielen Poke stops (da hat sich der Sigi gefreut). Ansonsten viele Vögel, sehr beeindruckenden Pelikane aber keine Pinguine. Wir waren dann bei der Fütterung von ein paar Tieren, die krank gefunden wurden und nun aufgepäppelt werden und haben also doch welche gesehen.

Die Videos sind auch online:

Damit entlass ich euch in die erste Woche des neuen Jahres

Eure Julia